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DAS SCHOENE
Das Schoene muss weich sein
Aber nicht zu weich
Zu weich ist nicht gut
Da kann man nichts mehr spueren
Da verliert man den Halt
Zu weich ist nicht gut
Aber auch nicht zu hart
Zu hart ist auch nicht gut
Da kann man sich verletzen
Auch wenn es gar nicht so gemeint war
Zu hart ist auch nicht gut
Also mittel
Aber auch nicht zu sehr mittel
Denn mittel ist keins von beiden
Nicht weich nicht hart
Die Mitte kann sich nicht entscheiden
Das Schoene muss auch warm sein
Aber nicht zu warm
Zu warm ist nicht gut
Da kommt man ins Schwitzen
Da verbrennt man sich
Zu warm ist nicht gut
Zu kalt ist auch nicht gut
Da kann man erfrieren
Auch wenn das nicht geplant war
Zu kalt ist gar nicht gut
Also mittel
Aber auch nicht zu sehr mittel
Denn mittel ist keins von beiden
Nicht warm nicht kalt
Die Mitte hat keinen Regler
Das Schoene muss auch nah sein
Gut erreichbar und verstaendlich
Aber auch nicht zu nah
Zu nah ist nicht gut
Da versteht man ploetzlich gar nichts mehr
Da kann man nicht mehr scharf sehen
Zu nah ist nicht gut
Zu fern ist auch nicht gut
Da kann man noch weniger erkennen
Da ist das Schoene nur ein Staubkorn auf einer Linse
Zu fern ist auch nicht gut
Also mittel
Aber auch nicht zu sehr mittel
Denn mittel ist keins von beiden
Nicht nah nicht fern
Die Mitte ist unsichtbar
Das Schoene muss auch lebendig
sein
Aber nicht zu sehr lebendig
Denn das zu Lebendige ist zu schnell am Ende
Und das Ende ist der Tod
Also nicht zu lebendig
Aber auch nicht zu sehr tot
Denn Tote tun gar nichts mehr
Taugen nur noch in der Erinnerung sind langweilig
Also nicht zu sehr tot
Weder tot noch lebendig
Ist allerdings auch nicht schoen
Also irgendwie anders
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